Sozial Arbeit an Schulen in Abensberg

Erreichbarkeit Montag bis Freitag 8.30 - 13.00 Uhr.

Offene Ganztagsschule Abensberg
Römerstraße 12
93326 Abensberg

Schulsozialarbeiter: Markus Stiegler (Dipl. soz. Päd. FH)

erreichen Sie über unser Betreuungshandy 0160 - 95 08 65 14, am Festnetz  09443 - 70 02 70

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Presse....

Für den Schulstandort wäre es ein Sahnehäubchen 

Von Claudia Pollok und Walter Dennstedt 

Einen vehementen Mitstreiter findet er in Markus Stiegler. Das „Urgestein der Schulsozialarbeit” sieht bei einer möglichen Ansiedelung einer Hochschule in Abensberg für die sozialen Einrichtungen viele Vorteile. Dabei umreißt Stiegler das Portfolio vom Praktikum bis hin zu Evaluierungen oder Zertifizierungen im Zuge einer Bachelorarbeit. Und zudem sieht Stiegler auch die Region als Profiteur und nennt dabei zum Beispiel das Sonderpädagogische Förderzentrum in Thaldorf. Wobei es Zusammenarbeit zwischen der Fachhochschule und den Einrichtungen vor Ort teilweise schon gibt. Das bestätigt auch Rektor Wolfgang Brey. Und er nennt ein konkretes Beispiel: „Als Mittelschule haben wir keine Ahnung von Inklusion. Dazu brauchen wir Fachleute”. 

Viel Vorarbeit ist schon geleistet 

Stiegler, der Mitglied des alle sechs Wochen zusammenkommenden „Runden Tischs” der Sozialarbeiter ist, teilt mit, dass in den vergangenen acht Jahrne 20 Praktikanten der Fachhochschule mit zwischen 20 und 40 Wochenstunden in Abensberg und Umgebung eingesetzt waren und hier Praxiserfahrung gesammelt haben. Dabei sei bereits vor zehn Jahren in Abensberg die Schulsozialarbeit eingerichtete worden. Präventiv, wie Rektor Brey einschiebt, nicht weil man das musste. Die offene Ganztagsschule, das Berufsbildungswerk, die Stadt Abensberg mit ihrem Angebot vom Kind über den Jugendlichen (Gleis 1) bis hin zu den Senioren (Seniorenbeirat) bilde bereits ganz viele Felder der Sozialarbeit ab und sei deshalb als Standort bestens geeignet, argumentiert Stiegler. 

Mängel bei der Lehrerausbildung 

Und hier diagnostiziert Brey bei der Lehrerausbildung Mängel. Viele junge Lehrer, die an der Aventinus-Mittelschule ihre ersten Schritte ins Berufsleben machen, seien oftmals unsicher, was den Umgang mit Schülern und zunehmend auch mit Eltern angehe. Und manchmal müsse man auch in einer fünften Klasse bei der Erziehung nochmals auf Grundfertigkeiten zurückgreifen: Brey berichtet, dass das Lehren, eine Schleife am Schuh zu binden oder wie man mit Messer und Gabel isst, durchaus noch gefragt sei. Dazu brauche man Unterstützung, die wiederum eine Hochschule liefern könnte, per didaktischem und praktischen Ansatz. 

Markus Stiegler sieht zudem einen steigenden Bedarf bei den sozialen Berufen. Der Markt sei „ziemlich leer”, sagt er. 

Abensberg könne mit dem Angebot der offenen Ganztagsbetreuung punkten, zudem habe man die Schulsozialarbeit vor Ort. Und er lobt den Bildungsstandort Abensberg wegen seiner Weitsicht. Hier sei man mit vielen Projekten von Anfang an mit dabei, und arbeite „sehr reflektiert und differenziert”. 

Rektor Brey versichert, dass er eine mögliche Hochschule in Abensberg „sehr offensiv unterstützen” werde. Die Schule stelle ihre gesamte Infrastruktur zur Verfügung. Dabei sei man „sehr modern aufgestellt”. Wichtig ist für Brey insbesondere die „Verquickung zwischen Ausbildung, Schule und Praxis”. 

Und bei letzterer hapere es leider oftmals bei jungen Lehrern. Dabei müsse, so ergänzt Stiegler, der Dienstleistungscharakter zunehmend berücksichtigt werden: „Wir müssen uns an den Bedürfnissen der Eltern orientieren”, die eben oftmals erst abends um 17 oder 18 Uhr Zeit haben. Das bedeute beispielsweise die Erreichbarkeit sicherzustellen. Auch das versteht Brey unter Praxisnähe 

Die Bemühungen der Stadt Abensberg als Hochschulstandort wertet Brey sehr positiv. Und er unterstreicht, dass alle möglichen Mitspieler sie unterstützen. Dabei sei die Hochschule Regensburg bereits gern und oft gesehener Gast im Haus der Mittelschule - ob bei Praktika oder Evaluierungen. 

Der Bedarf an Fachkräften werde steigen, sagt Brey unter Hinweis darauf, dass der Trend immer mehr zur Ganztagsbetreuung der Kinder gehe. Nur Schulen, die diese anbieten, haben seiner Einschätzung nach eine Chance zu überleben. Zudem sei es wichtig, die Menschen, die in de Schule arbeiten, zu begeistern: Das gelinge durch Praxis. Brey sieht gute Chancen für die Stadt Abensberg und Stiegler sagt: „Ich wüsste keine Grund, der gegen Abensberg sprechen würde.”